Freitag, 31. August 2007

Time to say goodbye...

Für viele junge Mitbürger wird es spätestens im Oktober so weit sein: Sie verabschieden sich von der Heimat... Und was ist der Grund? Richtig! Die Uni!

Nun ja, nicht alle ziehen zu diesem Zweck um und auch die, die es tun, ziehen nicht immer weit weg, dennoch ist es ein Neuanfang. Wie dieser Neuanfang aussieht, weiß keiner. Aber muss man davor wirklich Angst haben?
Wenn ich mich an mein Abi erinnere und daran, wie unerreichbar dieses Ziel immer schien... und dann war es mit einem Mal so weit. Ohne großen Rummel und Fanfaren standen die drei großen schriftlichen Prüfungen bevor. Und irgendwie blieb gar nicht so viel Zeit zur Aufregung. Dann war alles plötzlich vorbei und wurde ausgiebig (von einigen auch sehr ausgiebig) gefeiert. Von der läppischen mündlichen Prüfung gar nicht zu sprechen...

Nun, aufgeregt bleibt man sicher ein wenig. Ganz klar, ist ja bei jeder neuen Situation so, aber ich denke, jeder wird über seine Ersti-Zeit hinwegkommen. Der Eine schneller, der Andere langsamer. Ich für meinen Teil hoffe, dass mir meine Zeit an der Offiziersschule dabei helfen wird. Auch, wenn es darum geht, selbstständig für sich zu sorgen.
Das wäre ein weiterer Punkt. Komplett auf eigenen Beinen standen ja bisher die wenigsten von uns. Das klingt einfach, doch es sind ziemlich viele Punkte, die man bedenken muss. Sei es nun das Essen (über das Kristin ja schon ausgiebig berichtete), die Wäsche (ein von vielen Männern ungeliebtes Thema), organisatorische Sachen und natürlich zu guter Letzt die Uni selbst.

Einige haben bestimmt ein Problem damit, fern von der Heimat zu wohnen. Ich persönlich freue mich schon darauf, dank des letzten Jahres. Was nicht heißt, dass ich nie nach Hause fahren werde. Das wird dann ja jeder für sich selbst austesten und Erfahrungen sammeln.
Aber irgendwie hat diese Zeit doch bisher jeder überstanden, und wirkt er noch wie der letzte Trottel auf Erden... Warum also nicht wir? Genau! Das ist die richtige Einstellung! So... wo waren wir?
Richtig... Uni... Ein wichtiger neuer Lebensabschnitt und zugleich die beste Zeit, wie viele sagen. Gut, das hört man auch über die Kindheit, die Schule oder die Jugend allgemein. Aber es wird ja wohl was dran sein. Und wir stürzen uns einfach mal kopfrüber rein!

Somit wünsche ich allein einen tollen Studienbeginn! Und alle, die das schon hinter sich haben, dürfen auch gerne einen Kommentar dazu abgeben. Vielleicht kommt in den Semesterferien ja ein neuer Beitrag zu diesem Thema von meiner Seite. Mal sehen.
Bis dahin: Nicht auf die Nase fallen oder untergehen!

In diesem Sinne...
Euer Jan

Donnerstag, 23. August 2007

Das Problem, für sich allein zu kochen

Ein ganzes Jahr lang immer für zwei Leute gekocht - wenn ich denn mal gekocht hab - und nu plötzlich ist meine Mitbewohnerin weg und ich steh vor der großen Aufgabe, für mich allein zu kochen.

Geh ich also und schau, was wir im Garten haben. Hui, so viele Tomaten, die müssen verarbeitet werden, also entscheide ich mich für Nudeln mit Tomatensauce. Auf dem Weg zurück ins Haus sehe ich dann noch die Paprikapflanzen. Ach, da sind grad zwei so schön groß und lachen mich an. Die kann ich auch noch in die Soße tun, also rasch noch mitgenommen, obwohl ich den Arm schon voller Tomaten hab.

In der Küche angekommen, setz ich gleich die Nudeln auf. „Kristin, denk dran, du bist allein“, denk ich so bei mir und schütte nicht die ganze Tüte Nudeln ins kochende Wasser. Nun ist der Rest, der in der Tüte bleibt aber so wenig, dass ich das jetzt auch nicht drin lassen will, weil es nicht mal eine Portion ergibt. Also doch noch schnell reingeschüttet. Hat ja keiner gesehen…

Dann fällt mir ein, dass ja vom letzten Barbecue noch ein paar Würstchen übrig sind. Die sollte ich verwerten bevor sie schlecht werden, also Kühlschrank auf, Würstchen raus, Kühlschrank wieder zu… Kühlschrank schnell noch mal auf und nachgeschaut: Da ist ja auch noch die angefangene Dose Mais von neulich. „WOW, das würde sich auch gut in meiner Soße tun!“, denk ich mir, „und bevor der schlecht wird…“

So landen also nach und nach immer mehr und mehr Dinge in meinem Tomaten-Soßentopf… und die Tomaten sind noch nicht mal drin.

Also waschen und schnippeln und rein damit. Natürlich nicht alle, denn grad kam mir wieder in den Sinn: „Wer soll das denn alles essen, Kristin? Du bist allein! Denk dran!“

Schnell nachgeschaut, was die Nudeln so machen. Ja, kochen friedlich vor sich hin, also können wir uns ja wieder dem Soßentopf zuwenden. „Mmh, das sieht aber nach ganz schön wenig Soße für die Nudeln aus. Und so wenige Tomaten im Vergleich zu dem Rest, der da so rum schwimmt. Es sollte doch eigentlich eine Tomatensoße werden!“

Erstaunlich, wie schnell der davor gehegte Gedanke wieder verflogen ist, denn schon landet der Rest der Tomaten auch noch im Topf.

So, und dann heißt es erstmal nur noch Warten, bis alles fertig ist. Irgendwann ist dann auch der Moment erreicht und ich fülle mir den Teller. „Naja, so viele Nudeln sind das ja nun auch wieder nicht“, und ich hau sie mir alle auf den Teller. Dann natürlich ordentlich Soße darauf, damit jede Nudel was abbekommt. Bemüht darum, dass mir auch keine Nudel vom Teller fällt, geh ich nach draußen, setz mich in die Sonne und esse.

„Gut, vielleicht ist die Portion doch ein bisschen groß für mich… wir werden sehen, Appetit kommt ja bekanntlich beim Essen!“

Und in dem Sinne esse ich und esse und esse. Auf halber Strecke will ich aufgeben, aber dann denk ich: „Mensch, jetzt hast du dir so viel Mühe gegeben und so lange vor dem Herd gestanden. Das kannst du doch jetzt nicht den Katzen geben!“ Also weiter gegessen. Und ich sag euch, normalerweise verdrück ich auch alles, es hat ja auch sehr gut geschmeckt, aber heut war’s echt zuviel.

Und als ich so dasaß, zurückgelehnt, die Hände über dem Bauch verschränkt und die Reste auf meinem Teller betrachtend, dachte ich bei mir: „Das wäre jetzt eine perfekte 1-Personen-Portion!“