Oder: Auf dem Weg in die eigenen vier Wände - Der erste große Schritt eines Studenten
Das stand für mich letzten Montag auf dem Programm... 600km nach Dresden, um meine Wohnung zu übernehmen. Also um 2 Uhr nachts aufstehen, duschen, frühstücken und um ca. 3 Uhr ging's raus auf den deutschen Highway...
Mit guter Musik von CCR & Konsorten fuhren also mein Vater und ich los - mit Fahrerwechsel, damit keiner allzu müde wird, versteht sich. Schließlich sollte ja noch einiges geschafft werden in den nächsten 2 Tagen. Ab Berliner Ring durfte ich dann übernehmen und insgesamt war es ein ziemlich entspanntes Fahren. Nur die Wetterverhältnisse hätten besser sein können.
Dennoch erreichten wir 8.30 Uhr das Studentenwerk, eine halbe Stunde vor Beginn der Sprechstunde. Nach kurzer Wartezeit also rein, als 2ter drangekommen, Mietvertrag unterschrieben und ab zum Hausmeister.
Dieser war aber nicht so leicht zu finden, wie das Wohnheim selbst... Also zur Wundtstr. 1. Nur ein verwirrter angehender Student, der auch den Hausmeister sucht, und irgendein Zivi dort. Letzterer schickt uns zur 5. Der Student kommt mit uns. Dort hin, keiner da. Durch die geschlossene Tür hallt es "Hinten rum!". Gesagt, getan. Bauleitung, kein Hausmeister. "Ja, der is' unterwegs, warten Sie einfach in der 1."
Nun gut, also wieder mit dem verwirrten Kommilitonen zurück zur 1. Wir warten im stillen, dunklen Gang auf die Schritte des Hausmeisters...
Und es kommen sogar Schritte näher: Ein weiterer Student in spe. Es folgt eine halbe Stunde des Wartens, in denen sich über die Studiengänge ausgetauscht wird. Einer studiert Informatik, der andere Bio-Verfahrenstechnik. Für die beiden muss ich mit Diplomphysik UND der Tatsache, dass ich ein ehemaliger Offizierschüler bin, wohl wie ein Bekloppter gewirkt haben... Nun ja...
Endlich, der Hausmeister erscheint und leitet uns alle in die Wundtstraße 9, wo unserer Zimmer auf uns warten. Für mich hieß es dann in der 4ten Etage aussteigen und Wohnung übernehmen, während die anderen noch warten mussten, bis sie ihre Wohnungen in Stockwerk 6 und 8 in Besitz nehmen durften.
Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor... Eine leere Wohnung mit Kochzeile und Bad. Sieht erstmal - gelinde gesagt - scheiße aus. Also das Auto ausräumen...
Halt! Rückblende! Wie is' mein ganzer Krempel in ein Auto von durchschnittlicher Größe gekommen?
Antwort: Sehr, sehr, mühsam. Das Zusammensuchen der Sachen, die man in so einer Wohnung braucht, ist schon recht zeitaufwendig. Aber ein Auto so packen, dass auch alles reinpasst... Ende vom Lied war, dass die Scheinwerfer runtergestellt werden mussten, man den Kofferraum vor Erreichen des Ziels nicht aufmachen durfte und der Innenspiegel nicht brauchbar war. Aber es lief ja alles glatt. *hust*
So. Also all die Sachen wieder ausgepackt. Auch mit Fahrstuhl ist das ganz schön schweißtreibend und nervig. Aber irgendwann war es dann geschafft. Jetzt konnte es daran gehen, die Möbel zu kaufen.
Um Schleichwerbung zu vermeiden, sag ich nur, dass es ca. 10km Richtung Südwesten ging. Dort dann einen Transporter gemietet und gekauft, was gebraucht wird. Über den Preis möchte ich nicht reden. Nur soviel: Es war recht teuer. Aber dafür war's ja auch gespart. Haben auch alles bis auf ein Bücherregal bekommen. Noch kurz die wichtigsten Elektrogeräte, die ich nicht bereits von zu Hause mitnehmen konnte, gekauft und sich um Verpflegung gekümmert. Ab "nach Hause".
Noch sieht es nämlich gar nicht danach aus, also ran ans Aufbauen. Mittlerweile haben wir es ja auch schon 17 Uhr...
Bis 23 Uhr durchgeschuftet, Kleiderschrank, Bett, Lampe, Badregal und Schreibtisch aufgebaut. Esstisch, Stühle und Selbsthänger-Sessel waren bereits montiert aus der Ausstellung mitgenommen. Blieben also noch Couchtisch und Nachttisch zu bauen, der Boden zu wischen und die Teppiche zu verlegen. Aber davor erstmal schlafen...
8.30 aufstehen und duschen. *gähn* Erstmal frühstücken... Also ab in die Altmarktgalerie und gleich ein paar Sachen für die Heimat kaufen. Und noch nen Gymnastik-Sitzball gefunden. Wunderbar!
Zurück in die Wohnung. Mein Vater baut den restlichen Kleinkram auf, während ich nochmal zur Bank muss und ein Bücherregal kaufen fahre.
Wo ist die nächste Volksbank? Neustadt. Hmm... also dort hin, und gleich in den Elbepark. Da findet sich bestimmt ein Bücherregal.
Ging auch alles recht fix, nur die Schlepperei des Regals forderte die ohnehin angeschlagenen Reserven. Also husch, husch, kurz und schmerzlos. Um 13 Uhr angekommen, alles aufgebaut und sauber gemacht. Um ca. 16 Uhr konnten wir die neue Wohnung stolz verlassen. Eine wirklich schöne Studentenbude wird das.
Danach stand nur noch die Heimfahrt an. Sehr entspannt, nur halt zeittötend, aber was soll's. Um 21 Uhr waren wir daheim und jetzt kann ich es nicht mehr abwarten, am 15ten ganz runter zu ziehen!
In diesem Sinne...
Euer Jan
Freitag, 7. September 2007
I'm on a highway...
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3 Kommentare:
Man, ich will auch endlich nen Zimmer!!! Ich will auch einrichten und aufbauen und mich freuen...
:o)
Wirste schon. Wünsch Dir viel Erfolg, dass Du nächste Woche Samstag schon was Konkretes hast. ;)
Danke! :o)
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